Archiv für Mai 2013

Vermögenswirksame Leistungen anlegen

Arbeitnehmer haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen, wenn dies in Tarif- oder Arbeitsverträgen verankert ist. Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen des Arbeitgebers. Besteht ein Anspruch, muss zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein spezieller Sparplan abgeschlossen werden. Durch den Arbeitgeber erfolgt die Überweisung des vereinbarten Geldbetrages auf das vom Arbeitnehmer benannte Anlagekonto. Über die Spareinlagen kann der Arbeitnehmer erst nach sieben Jahren verfügen. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme müssen die staatlichen Fördergelder zurückgezahlt werden. Weiterführende Informationen zu den genauen Regelungen bei vermögenswirksamen Leistungen erhält man auf den Webseiten von http://www.vermoegenswirksame-leistungen.eu.

Wer anspruchsberechtigt ist

Der Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen kann nicht übertragen werden. Vermögenswirksame Leistungen sind Bestandteil des Lohnes bzw. Gehaltes und unterliegen somit der Sozial- und Lohnsteuerpflicht. Reicht nach Abzug der Lohnnebenkosten der verbleibende Lohn nicht mehr für die vermögenswirksamen Leistungen aus, ist der  Arbeitnehmer verpflichtet, den sich daraus ergebenden Differenzbetrag an den Arbeitgeber zu zahlen.

Wird die Einkommensgrenze innerhalb der sieben Jahre nicht überschritten (Verheiratete bis 35.800,00 EUR, Ledige bis 17.900,00 EUR) und die Geldanlage Form und das Anlageinstitut durch den Arbeitnehmer selbst bestimmt, werden die vermögenswirksamen Leistungen durch den Staat in Form von Sparzulagen gefördert (Fünftes Vermögensbildungsgesetz).

Es gibt verschiedene Geldanlage Formen, jedoch werden nicht alle Varianten von Seiten des Staates gefördert. Bausparverträge und Sparpläne in Investmentfonds fördert der Staat und für diese Geldanlagen interessieren sich dementsprechend die meisten Arbeitnehmer.

Vorteile eines Bausparvertrages sind zum einen die relativ hohe Sicherheit und zum anderen die zusätzliche Wohnungsbauförderung. Beim Sparplan in einen Investmentfond bestehen Risiken, die aber durch eine langfristige Geldanlage Dauer minimiert werden können.

Banksparpläne zeichnen sich durch ein geringes Risiko und demzufolge geringe Zinsen aus. Diese Geldanlage Form wird nicht staatlich gefördert. Die betriebliche Altersvorsorge wird ebenfalls nicht vom Staat gefördert, da die Beiträge aber sozial- und lohnsteuerfrei sind, können hier die steuerlichen Vorteile genutzt werden. Weiterführende Informationen zur Altersvorsorge erhält man auf den Webseiten von Ruerup-riester-rente.net.

Arbeitnehmersparzulage nicht vergesen

Die Arbeitnehmersparzulage muss mit der jährlichen Steuererklärung (Anlage N) beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Beizufügen ist die Bescheinigung des Anlageinstitutes. Die Wohnungsbauprämie wird bei der Bausparkasse beantragt. Durch das Finanzamt werden die Fördersummen erst nach Ende der Sperrfrist, also nach 7 Jahren, in den Sparvertrag eingezahlt.

Die aus Investmentfonds-Sparplänen erzielten Zinsen, Dividenden und Kursgewinne unterliegen ab dem 01.10.2009 der Abgeltungssteuer, das heißt, es müssen hierauf 25 % Steuern gezahlt werden. Die Steuern werden gleich dort abgezogen, wo die Gewinne mit Investmentfonds erzielt werden, in der Regel bei den Finanzinstituten. Anleger mit einem kleinerem Einkommen und demzufolge einem geringeren individuellen Steuersatz können sich die zuviel gezahlten Steuern vom Finanzamt (Steuererklärung) zurückholen.

 

Quellen: http://www.ruerup-riester-rente.net und http://www.vermoegenswirksame-leistungen.eu

 

Versicherungspflichtgrenze 2013

Die Versicherungspflichtgrenze steigt auch 2013 wieder

Die Versicherungspflichtgrenze wird allgemein auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet. Sie ist beispielsweise dann maßgeblich, wenn ein Arbeitnehmer von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln möchte. Die Versicherungspflichtgrenze wird jährlich von der Bundesregierung neu festgelegt. Sie richtet sich nach der Bruttolohnsumme aller Beschäftigten aus dem vergangenen Jahr. Zu der Versicherungspflichtgrenze zählen laut gesetzliche-krankenkassen.eu neben dem Bruttoeinkommen auch zusätzliche Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Leistungs-Bonus-Zahlungen, beispielsweise Überstundenzuschläge. Kindergeldzahlungen werden hingegen nicht berücksichtigt. Weitergehende Informationen über gesetzliche Krankenversicherungen und private Krankenkassen erhält man auf der Webseite http://www.gesetzliche-krankenkassen.eu.

Selbständige können frei wählen

Jeder Selbständige oder Freiberufler kann sich problemlos, unabhängig von seinem Einkommen, für die private Krankenversicherung entscheiden. Hier bieten sich für den Versicherten einige Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung, denn die Leistungen sind umfangreicher. So hat der Versicherte beispielsweise die Möglichkeit der freien Arztwahl und kann auf die Behandlung eines Chefarztes bestehen. Außerdem kann jeder Versicherte seine persönliche Krankenversicherung selber mitbestimmen. Durch die Wahl von individuellen Leistungen hat er die Möglichkeiten bestimmte Zusatzbedingungen mit einzuschließen. Diese haben selbstverständlich immer auch Einfluss auf den zu zahlenden Beitrag.

Arbeitnehmer haben gemäß  der Webseite www.krankenversicherung-private.net nicht automatisch die Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln. Nur Höherverdienende können von diesem Vorteil profitieren, müssen jedoch einige Bedingungen erfüllen. Diese besteht in der Jahresarbeitsentgeltgrenze, also der Versicherungspflichtgrenze. Der Arbeitnehmer darf diese Versicherungspflichtgrenze nicht unterschreiten. Außerdem muss er diese auch im folgenden Jahr voraussichtlich erzielen. Dies bedeutet, dass Berufsanfänger, beispielsweise nach dem Studium die Wartezeit von drei Jahren erst abwarten müssen, bevor sie der privaten Krankenversicherung beitreten können. Sollten sie sich selbständig machen, liegt der Fall selbstverständlich anders. Die Versicherungspflichtgrenze liegt im Jahr 2013 bei 52.200 €. Weiterführende Informationen zur privaten Krankenversicherung erhält man auf dem Webseiten von Krankenversicherung-private.net.

Die Grenze muss ständig überschritten werden

Sollte ein Arbeitnehmer die Versicherungspflichtgrenze unterschreiten so ist er nicht unweigerlich gezwungen wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Durch einen Arbeitsplatzwechsel, die Kürzung der Arbeitsstunden oder die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze kann dies durchaus passieren. Arbeitnehmer die seit 5 Jahren der Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze unterliegen, können trotzdem in der privaten Krankenversicherung weiter versichert bleiben.

Die Versicherungspflichtgrenze darf nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden. Seit 2003 weichen diese beiden Grenzen voneinander ab. Die Beitragsbemessungsgrenze ist vor allem für Arbeitnehmer maßgeblich die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Die Beitragsbemessungsgrenze legt den Wert fest bis zu dem der Versicherte Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen hat. Jegliches Einkommen das über dieser Grenze liegt hat keinen weiteren Einfluss auf die zu leistenden Beiträge.